
Hey, ich bin Miss Patschifig
kreativ, fröhlich und neugierig.
Ich unterrichte seit über 16 Jahren an der Primarschule in der Schweiz – und ich liebe es zu unterrichten und auch selbst zu lernen.
Meine ersten Jahre als Lehrerin waren... lehrreich. Mein Berufseinstieg war sehr schwierig aus verschiedenen Gründen. Ziemlich bald merkte ich: Wenn ich so weitermache, kommt das nicht gut. Ich kündigte.
Ich war ein Jahr lang raus aus der Schule und dieser Schritt war wichtig. Und doch gab es da die Stimme: vielleicht war das einfach nicht der richtige Ort für mich. Also gab ich dem Lehrberuf nochmals eine Chance. Ich hatte in diesen vorherigen Jahren viel gelernt und so konnte ich am neuen Ort neu starten und wieder merken, warum ich diesen Beruf mag.
Heute bin ich froh, dass ich damals nicht einfach aufgegeben habe.
In meinem Unterricht gilt seit Jahren ein Satz: «Hilf mir, es selbst zu tun.»
Das tönt einfach – aber es verändert alles. Kinder wollen lernen. Kinder sind grundsätzlich motiviert, wenn sie in die Schule kommen, brauchen aber gelegentlich Unterstützung. Denn wenn Kinder die passenden Aufgaben haben und motiviert arbeiten, passiert etwas Schönes: Ich habe plötzlich Zeit. Zeit, um wirklich bei den Kindern zu sein. Sie da abzuholen, wo sie stehen. Wirklich präsent sein. Nicht nur vorne zu stehen, mein Programm abzuspulen, sondern zu begleiten, zu beobachten, zuzuhören.
Genau so wird Unterricht patschifig - ruhiger und entspannter. Und zwar für alle.
Patschifig ist ein wunderbares Wort aus der rätoromanischen Sprache. Es bedeutet: gemütlich, friedlich, ruhig, in sich ruhend.
Im Bündnerland wird dies oft benutzt und ganz viele Bündner haben eine Gelassenheit, die ich am Bodensee immer wieder vermisse. Und ich finde auch, dass Unterricht etwas patschifger sein darf, damit man auch nach der Schule noch genügend Energie hat.
Aus dieser Erkenntnis wurde Miss Patschifig und führte mich zum Thema Differenzierung.

Ich war sehr viele Jahre lang Klassenlehrerin und bin ausgebildete Praxislehrperson. Als Praxislehrperson begleitete ich Berufseinsteigerinnen. Und ich sah immer wieder dasselbe: Eine perfekte Lektion planen – das können viele. Sind wir ehrlich, dass kann inzwischen sogar eine KI. Aber ob man das wirklich umsetzt, mit einer heterogenen Klasse, Unterrichtsstörungen und schwierigen Kindern – das braucht ganz andere Skills. Dafür braucht es gute Systeme, Strategien und Materialien.
Die Etappenziele sind sogar in meinem eigenen Unterricht entstanden, weil ich selbst eine Lösung brauchte und keine fand. Also wirklich aus der Praxis für die Praxis. Auch die Unterrichtsmaterialien sind anfangs für meinen eigenen Unterricht entstanden. Sie sind mit meiner eigenen Schrift gestaltet, fast alle Cliparts selbst gezeichnet – weil es mir Spass macht kreativ zu sein.
Wenn ich mich gerade nicht mit Bildung beschäftigte, lerne ich selbst gerne Neues, reise viel, lese gerne interessante Bücher und bin am liebsten in der Natur. Auch für inspirierende Gespräche und Kaffe bin ich immer zu haben.
Schön, dass du hier bist. Schau dich gerne um – und wenn du Fragen hast, schreib mir einfach.
Nimms patschifig!
Flavia